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Selbstverständlich!

Selbstverständnis der Propellas, was wir wollen, was wir tun.

Propellas verstehen sich als Koordinatorinnen eines offenen Netzwerkes, was Frauen in der Musik unterstützt. Denn es ist immer noch nicht selbstverständlich, dass female DJs gebucht werden und gleichberechtigt mit Männern auflegen, dass Frauen Schlagzeug spielen, Bands produzieren, und dass in Fanzines Musikerinnen, weibliche DJs und Produzentinnen überhaupt angesprochen werden.

Das soll anders werden! Propellas wollen mehr Selbstverständlichkeit für Frauen und Mädchen in der Musik! Konkret und sofort.

Propellas wollen Aktivistinnen vernetzen und supporten und für Einsteigerinnen Wege ebnen. Wir wollen Energien freisetzen und Synergien schaffen.

Propellas wollen weibliche Vorbilder auf Bühnen und an den Plattentellern zeigen und der männlich besetzten Ikonografie der Musik starke weibliche Identifikations- und Orientierungsfiguren entgegenstellen.

Propellas wollen, dass Frauen und Mädchen selbstbestimmt und ohne Legitimationsdruck auftreten, experimentieren und sich (musikalisch) entwickeln können. Dazu gehört für uns, dass wir Räume schaffen wollen, wo das möglich ist - ohne dass Klischees bedient werden müssen, ohne dass die Bilderwelt von MTV mit der Vermarktbarkeitsschablone wedelt und ohne dass tradierte Rollenvorstellungen Kreativität und die Lust aufs Musikmachen ausbremsen.

Propellas wollen zu den Sets von female DJs tanzen, Bassistinnen und Percussionistinnen zujubeln, Bookerinnen und andere Aktivistinnen kennenlernen, unterstützen und vernetzen.

Folgendes passiert bereits:
In regelmässigen Sendungen auf Radio Blau (in Leipzig auf UKW 97,6 / Kabel 93,6) stellen wir Musikerinnen und DJas vor, diese Sendung bietet ausserdem die Möglichkeit, Schwierigkeiten und Chancen von Frauen im Musikbusiness zu diskutieren und andere Musikerinnen und Veranstaltungen zu supporten.

Für den Sommer 2003 und danach sind verschiedene Workshops geplant, zum Beispiel zu DJing, Veranstaltungstechnik und elektronischem Produzieren.

Wir organisieren Veranstaltungen (z.B. die Reihe °dreht euch!° - an jedem letzten Mittwoch in Ilses Erika in Leipzig), bei denen vorallem Frauen auf der Bühne und an den Plattentellern stehen, um zu zeigen, dass es eine Menge Musikerinnen und DJas gibt, die die Bude rocken, um dem weiblichen Publikum Inspiration und Motivation zu geben, selbst aktiv zu werden, und um Signale zu setzen für die Selbstverständlichkeit von Frauen in der Musik.

Propellas können Ansprechpartnerinnen sein bei Fragen, Kontakte herstellen und Initiativen unterstützen, aber Propellas werden es alleine nicht schaffen, das unausgeglichene Geschlechterverhältnis in der Musik zu beseitigen. Jede und jeder ist darum aufgefordert mitzumachen, bestehende Strukturen zu hinterfragen, zu beeinflussen, zu verändern und aktiv zu werden!

Klar ist jedoch auch, dass Propellas im Endeffekt gegen sich selbst arbeiten: Wenn es dazu kommt, dass ausgeglichene Verhältnisse eintreten, nichtmehr wochenlang nur männliche Akteure auf den Bühnen und an den Decks stehen, dann hat sich die Legitimation für ein Musikerinnen-Netzwerk erübrigt. Bis dahin ist noch eine Menge zu tun. Dreht euch!